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Hydrothermaler Smaragd: im Labor erzeugter Smaragd

Aussehen & Eigenschaften

Hydrothermaler Smaragd ist eine im Labor erzeugte Smaragdvarietät mit derselben grundlegenden chemischen Zusammensetzung und Kristallstruktur wie natürlicher Smaragd. Er gehört zur Beryllgruppe und erhält seine grüne Farbe vor allem durch Chrom, Vanadium oder Eisen. Das Farbspektrum reicht von bläulichem bis zu kräftigem, tiefem Grün. Die Transparenz kann sehr klar oder von Einschlüssen geprägt sein. Solche inneren Merkmale werden beim Smaragd oft als „Jardin“ bezeichnet – französisch für Garten. Mit einer Mohshärte von etwa 7,5 bis 8 ist das Material grundsätzlich schmucktauglich, kann wegen Rissen jedoch spröde sein. Es handelt sich nicht um eine Imitation wie Glas, sondern um erzeugten Smaragd; natürlicher Smaragd entsteht dagegen geologisch.

Geschichte & Entdeckung

Smaragd wird seit der Antike geschätzt. Die Bezeichnung gelangte über das lateinische smaragdus aus dem griechischen smaragdos in die modernen Sprachen und bezog sich ursprünglich allgemein auf grüne Steine. Vorkommen in Ägypten, Kolumbien und anderen historischen Regionen prägten seine Bedeutung als Edelstein. Im 20. Jahrhundert wurden Verfahren entwickelt, Smaragd im Labor zu erzeugen. Bei der hydrothermalen Methode wachsen Kristalle aus einer heißen, unter Druck stehenden wässrigen Lösung, die die nötigen chemischen Bestandteile enthält. Damit werden Bedingungen nachgebildet, wie sie auch in mineralbildenden Flüssigkeiten der Erdkruste vorkommen können. Hydrothermaler Smaragd zählt deshalb zu den synthetischen beziehungsweise im Labor erzeugten Materialien: Er besitzt die Struktur des Smaragds, ist aber nicht natürlich gewachsen.

Vorkommen

Natürlicher Smaragd bildet sich in ungewöhnlichen geologischen Umgebungen, nicht einfach in jedem grünen Gestein. Bedeutende historische und heutige Fundgebiete liegen in Kolumbien, Sambia, Brasilien, Afghanistan, Pakistan, Äthiopien und im Ural in Russland. Kolumbianische Smaragde stammen besonders häufig aus sedimentgebundenen Lagerstätten mit kohlenwasserstoffreichen Lösungen; andere Vorkommen stehen mit metamorphen oder magmatisch beeinflussten Gesteinen in Verbindung. Hydrothermaler Smaragd wird dagegen in kontrollierten Laboranlagen hergestellt und besitzt daher keine Mine oder geologische Herkunft im üblichen Sinn. Ein einzelner Stein darf nicht allein aufgrund seines Aussehens einem dieser Länder zugeschrieben werden. Gemmologische Untersuchungen können natürliches, hydrothermal erzeugtes und anderes Labor­material unterscheiden.

Berühmte Beispiele & Wissenswertes

Für hydrothermalen Smaragd ist kein einzelner, allgemein anerkannter berühmter Stein bekannt, der mit den berühmten historischen Exemplaren natürlicher Smaragde vergleichbar wäre. Besonders interessant ist vielmehr seine Entstehung: In einem Druckgefäß ahmt man die Wirkung heißer, mineralreicher Flüssigkeiten nach, die in der Erdkruste Kristalle bilden können. Das Wachstum dauert häufig Wochen oder Monate und geschieht nicht augenblicklich. Da der Kristall aus einer Lösung wächst, können seine Einschlüsse natürlichen Mineralen ähneln. Ihre Anordnung und chemische Zusammensetzung verraten jedoch oft die Herstellung im Labor. Deshalb beurteilen Fachleute nicht nur Farbe und Reinheit, sondern untersuchen das Innere unter Vergrößerung. „Synthetisch“ bedeutet hier: gleiche Struktur wie Smaragd, nicht grünes Glas.

Schmuck & Verwendung

Hydrothermaler Smaragd wird für Ringe, Ohrringe, Anhänger, Armbänder und Zierschmuck verwendet. Häufig sind ovale, kissenförmige und rechteckige Schliffe mit Treppenfacetten, der sogenannte Smaragdschliff. Der Schliff wird meist an Farbe, Reinheit und vorhandenen Rissen ausgerichtet. Die Härte eignet sich für regelmäßiges Tragen, doch der Stein kann durch Stöße leichter beschädigt werden, als die Mohshärte vermuten lässt. Bei handwerklicher Arbeit sollte man ihn ablegen. Zur Reinigung genügen lauwarmes Wasser, milde Seife und eine weiche Bürste. Dampf- und Ultraschallreinigung sind besonders bei Rissen ungeeignet. Natürliche Smaragde werden häufig mit Öl oder Harz behandelt; hydrothermal erzeugtes Material ist davon zu unterscheiden. Über die Behandlung eines einzelnen Steins sollte man nichts annehmen, sondern verlässliche Angaben prüfen.

Symbolik, Astrologie & Tradition

Smaragd steht in verschiedenen Kulturen für Erneuerung, Fruchtbarkeit, Hoffnung und beständige Liebe. In den heute verbreiteten westlichen Geburtssteinlisten gilt er als Stein des Monats Mai. Manche astrologischen Traditionen ordnen ihn dem Stier oder dem Planeten Merkur zu; andere Systeme treffen andere Zuordnungen. Das sind kulturelle Überlieferungen und keine wissenschaftlichen Eigenschaften. In der historischen Folklore wurden Smaragden mit Schutz oder der Fähigkeit verbunden, Wahrheit zu erkennen. Moderne esoterische und kristallbezogene Lehren schreiben ihm mitunter emotionale Ausgeglichenheit, Wohlstand oder spirituelles Wachstum zu. Solche Aussagen sind Glaubensvorstellungen und Symbolik, keine wissenschaftlich oder medizinisch nachgewiesenen Wirkungen. Auch ein hydrothermaler Smaragd kann diese Symbolik tragen, sollte aber korrekt als Laborerzeugnis bezeichnet werden.

Aktuell verfügbare Hydrothermaler Smaragd

Ovaler smaragdgrüner hydrothermaler Smaragd – CHF 177,00Hydrothermaler Smaragd in Smaragdgrün – oval – CHF 139,50Ovaler hydrothermaler Smaragd in Smaragdgrün – CHF 36,50Ovaler hydrothermaler Smaragd in Smaragdgrün – CHF 20,00Ovallförmiger hydrothermaler Smaragd in Smaragdgrün – CHF 12,50