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EDELSTEIN-INFORMATION

Peridot – die transparente Edelsteinvarietät des Olivins

Aussehen & Eigenschaften

Peridot ist die als Schmuckstein geschätzte, durchsichtige Varietät des Minerals Olivin. Seine Farben reichen von gelbgrün und olivgrün bis zu kräftigem Grün mit einem leicht bräunlichen Ton. Verantwortlich für die Färbung ist vor allem Eisen. Gute Steine sind transparent; unter der Lupe können dunkle Kriställchen, feine sogenannte Lilienblatt-Einschlüsse oder flüssigkeitsgefüllte Hohlräume sichtbar werden. Peridot zeigt eine deutliche Doppelbrechung, weshalb Facettenkanten durch den Stein manchmal doppelt erscheinen. Mit einer Mohs-Härte von etwa 6,5 bis 7 ist er alltagstauglich, aber weniger kratz- und stoßfest als Saphir oder Rubin.

Geschichte & Entdeckung

Peridot ist seit der Antike bekannt und hat daher kein einzelnes modernes Entdeckungsdatum. Im alten Ägypten wurde vermutlich bereits ab dem zweiten Jahrtausend v. Chr. auf der Insel Zabargad im Roten Meer nach diesem Stein gesucht. Antike Autoren bezeichneten die Insel später als Topazios; dadurch entstand zusätzliche Verwirrung zwischen Peridot, Smaragd und Topas. Auch die Herkunft des Namens „Peridot“ ist nicht endgültig geklärt. Möglicherweise geht er auf ein arabisches Wort für Edelstein oder auf ältere griechische und lateinische Formen zurück. Die Mineralogie ordnet Peridot heute der Olivingruppe zu; „Olivin“ verweist auf die typische olivgrüne Farbe.

Vorkommen

Zabargad, auch St.-Johns-Insel genannt, gilt als die klassische historische Quelle ägyptischen Peridots. Bedeutende Vorkommen für modernes Schmuckmaterial liegen unter anderem im San-Carlos-Gebiet in Arizona, in der pakistanischen Region Kaschmir, in Myanmar, China und Vietnam sowie in Teilen Ostafrikas, etwa in Tansania und Äthiopien. Olivin kann tief im Erdmantel entstehen und durch vulkanische Prozesse an die Oberfläche gelangen. Außerdem findet sich Peridot in Pallasiten, seltenen Stein-Eisen-Meteoriten, deren Olivinkristalle mit Metall verwachsen sind. Ohne verlässliche Nachweise darf ein einzelner Stein jedoch keiner dieser Fundstellen zugeschrieben werden.

Berühmte Beispiele & Wissenswertes

Ein facettierter Peridot von 311,8 Karat in der Sammlung des Smithsonian in Washington, D.C., wird häufig zu den größten geschliffenen Exemplaren gezählt. Mehrere grüne Steine in historischen europäischen Kirchenschätzen wurden früher als Smaragde bezeichnet und gelten heute wahrscheinlich als Peridot. Das zeigt, wie schwierig die Bestimmung von Edelsteinen vor modernen Untersuchungsmethoden war. Besonders faszinierend ist seine außerirdische Seite: In Pallasiten kommt Olivin mitunter in Edelsteinqualität vor. Solches Meteoritenmaterial ist selten und vor allem für spezialisierte Sammler interessant. Peridot ist somit sowohl ein irdischer Schmuckstein als auch in Ausnahmefällen ein Mineral aus dem Weltraum.

Schmuck & Verwendung

Peridot wird häufig oval, rund, kissenförmig, tropfenförmig oder im Smaragdschliff facettiert. Diese Formen bringen seine lebendige Farbe und die charakteristische Doppelbrechung gut zur Geltung. Er eignet sich für Ringe, Ohrringe, Anhänger und Armbänder; bei Ringen sind schützende Fassungen sinnvoll, da Peridot weicher als Saphir oder Rubin ist und an exponierten Ecken ausbrechen kann. Zur Pflege genügen lauwarmes Wasser, milde Seife und eine weiche Bürste. Aggressive Chemikalien, starke Temperatursprünge, Dampf und Ultraschall sollten besonders bei Einschlüssen oder Rissen vermieden werden. Neben natürlichem Material gibt es behandelten Naturstein, im Labor erzeugtes Material und Imitationen; der Status muss für den jeweiligen Stein geprüft werden.

Symbolik, Astrologie & Tradition

Peridot gilt heute weithin als Geburtsstein des Monats August und wird häufig auch dem 16. Hochzeitstag zugeordnet. In der altägyptischen Symbolik wurde er mit der Sonne und mit Schutz in Verbindung gebracht, wobei historische Deutungen nicht in allen Einzelheiten gesichert sind. Manche Traditionen ordnen ihn dem Löwen oder der Jungfrau zu; solche Zuordnungen unterscheiden sich je nach astrologischem System. In der Folklore galt Peridot mitunter als Schutzstein gegen Neid oder Albträume. Moderne esoterische und kristallheilkundliche Lehren schreiben ihm seelische oder spirituelle Wirkungen zu. Das sind Überzeugungen und symbolische Deutungen, keine wissenschaftlich belegten Eigenschaften. Auf Hawaii werden grüne Olivinkristalle volkstümlich mit den „Tränen der Pele“ verbunden.

Aktuell verfügbare Peridot

Apfelgrüner Peridot aus Brasilien im Trilliantschliff – CHF 757,50Apfelgrüner Peridot im antiken Kissenschliff aus Brasilien – CHF 530,50Olivgrüner Peridot aus Brasilien im Antique-Cushion-Schliff – CHF 351,00Brasilianischer Peridot in Olivgrün – Antique Cushion – CHF 328,50Olivgrüner ovaler Peridot aus Brasilien – CHF 272,00Apfelgrüner Peridot aus Pakistan im Birnen-Konkavschliff – CHF 250,50Olivgrüner Peridot aus Burma in ovaler Form – CHF 196,50Apfelgrüner Peridot aus Pakistan in Barel-Form – CHF 170,50Runder Peridot aus Burma in kräftigem Grün – CHF 166,50Grüner runder Peridot aus Burma – CHF 166,50Apfelgrüner Peridot im Kissenschliff aus Pakistan – CHF 141,50Apfelgrüner Peridot aus Pakistan im Antique-Concave-Cushion-Schliff – CHF 141,50